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Analog Schreiben

wärmer als herzklappen, die ich mal kannte.

6. Dezember 2015 By Felise 5 Comments
der erste schnee ist immer ein bisschen kälter als sonst und die dabei entstehende ruhe immer ein wenig stiller als man es gewohnt ist. fragezeichen wärmen hinter offenen lidern und ich drehe mich quer zum uhrzeigersinn mit. ich verschlucke mich an zu spitzen worten und verbringe freitagnächte bei freunden in gemütlichen kellern. da sind dann räume, die mit lichterketten geschmückt wärmer sind als herzklappen, die ich mal kannte. es läuft dort russische musik und die außenwelt scheint nur noch als erinnerung zu existieren.
bei veganen blätterteigtaschen und gesprächen mit menschen, die mir vor einem jahr noch unbekannt waren, denke ich, dass weihnachten manchmal genau das hier ist.
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Schreiben

erkenntnisse / beobachtungen

25. Oktober 2015 By Felise 8 Comments
 

erkenntnisse / beobachtungen 
 
von der schule auf irgendwelche ausbildungsmessen geschleppt zu werden, ist als zukünftiger taxifahrer// politikwissenschaften/germanistik/sozialwissenschaften etc. - student nicht ganz das wahre. zum glück gibt es leute, denen es genauso geht und die auch lieber kaffeetrinkend in kleinen bäckereien sitzen und über das leben reden.

wenn man freunde hat, die freunde haben, die türsteher kennen, kommt man auch in irgendwelche edelclubs rein. die frage, ob man da mit alten boots und zu kurzen kleidern reinpasst, stellt man sich erst am nächsten morgen.

auf einer lesung worte auszukotzen fühlt sich erstaunlich gut an.

freunde, die man von früher kennt, sind immer ein bisschen wie alte lieblingskleidungsstücke.

leipzig ist eine stadt zwischen alten hohen häusern und fotoautomaten und graffiti. ein bisschen regnerisch und ein bisschen grau und ein bisschen schön.

irie revoltes ist auch das zweite mal live wunderbar, auch wenn man nach dem konzert mit einer gehirnerschütterung im bett liegen bleiben muss.

vegane lasagne schmeckt mit anderen zusammen noch zehnmal besser als alleine.

nächtliche nachrichten stellen manchmal gedanken auf den kopf. und oft ist das in ordnung.
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Analog Schreiben

zitate gegen innere fleischwände hämmern.

28. September 2015 By Felise 12 Comments
ich habe immer nur ansatzweise über den sommer geschrieben. habe versucht verschwommene erkenntnisse in metaphern festzuhalten und bin aufs neue daran nur zu dreiviertelteilen gescheitert. habe noch nicht über meine städtetour geschrieben, noch keine analogen bildern gezeigt und erzählt, wieso man überall dann doch irgendwie der gleiche mensch ist.
stattdessen schreibe ich über das jetzt. gerade sitze ich am schreibtisch, es ist schon fast dunkel draußen. neben mir liegt ein konzertticket vom letzten samstag (das 4. mal die orsons - immer noch große liebe) und daneben faust.
"du bebst vor allem, was nicht trifft / und was du nie verlierst, das musst du stets beweinen" ist nur eins der vielen zitate, die ich markiert und in meiner innerlichen zitategalerie an die wand gehängt habe.
"dass ich erkenne, was die welt / im innersten zusammenhält" wird auch mit nägeln gegen innere fleischwände gehämmert.
"das ist doch gut, dass du alles hinterfragst." kein zitat von faust, aber auch worte, die sich irgendwo in mir festgesetzt haben.
manchmal denke ich, dass ich von innen mit ganz vielen sätzen beschrieben bin und frage mich, welcher satz wohl am meisten auffällt, wenn man mich sezieren würde.

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Schreiben

Das Leben füllen

16. September 2015 By Felise 13 Comments


Zukunft. Ein Wort das so viel Bedeutung für mich hat.
Noch ist alles so fern.
Doch ich weiß, dass es nicht mehr lange dauern wird. Ich weiß, dass die Zeit so schnell verfliegen kann und es nicht möglich ist, sie mit den Händen zu greifen. Es ist nicht möglich, sie einfach festzuhalten.

Zukunft. So viele Träume, Hoffnungen, Sorgen und Ängste in einem Wort vereint.
Es ist alles so fern.
Doch ich weiß, dass alles auf mich zu rast.

All die vielen Pläne, die ich gemacht habe, mir zurecht gelegt habe, um mein Leben in eine Richtung zu lenken.
Doch ich weiß, das ist nicht möglich.

All die vielen Pläne bleiben vielleicht nur Träume, denn die Zukunft ist unbestimmt und Leben heißt leben.
Also bleibt mir vielleicht nichts anderes übrig, als in Zukunft dasselbe zu tun wie bisher:
Momente erleben und das Leben füllen.
Das Leben füllen mit Leben.

Ein Leben zwischen all den Pflichten.
Sich Zeit nehmen.
Zeit für Freunde, Familie, Träume und Hoffnungen.
Zeit für Lebensfreude.

Denn das macht Leben aus.
Und Zukunft.
Denn Zukunft ist irgendwie doch nichts anderes als das. Leben. 

Der Text ist von der lieben Hannah ♥ Schaut doch mal bei ihr vorbei!
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Schreiben

Bass zwischen Rippen.

13. August 2015 By Felise 7 Comments
 
 Hannah ♥


Bei 30 Grad Hitze auf einem Elektrofestival tanzen. Und obwohl ich die Musik nicht mag, fühlt sich der Bass zwischen meinen Rippen ein wenig wie zu Hause an. Dann Gewitter und die Gewissheit, dass Regen mit manchen Menschen sogar ganz in Ordnung ist. Manchmal sogar mehr als das. Führerschein bestehen. Und trotzdem lieber Zug fahren. Köln. Hamburg. Kiel. Mainz. Eigentlich ist die Stadt nicht wichtig. Das Meer fühlen. Haare blond färben. Farben in die Luft werfen und darauf hoffen, dass fremde Hände meine nicht vergessen. 
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Und jetzt nicht in der Heimat sein, sondern hier, irgendwo in Bayern. Melone essen und ♥-Menschen. 

Ps: Auf Blogger bin ich gerade ja eher wenig aktiv, aber auf Instagram könnt ihr öfter Lebenszeichen von mir sehen!

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Analog Schreiben

Straßen aus Zucker.

3. Mai 2015 By Felise 8 Comments
Wollen die Freiheit der Welt
Und Straßen aus Zucker
Frittenbude - Mindestens in 1000 Jahren

Vielleicht ist so das Leben. Auf Fahrradgepäckträgern fahren. Führerscheintheorieprüfung bestehen. Alleine Bilder im Fotoautomaten machen. Am 1. Mai im Regen auf Straßen sitzen und demonstrieren gehen. Tanzen.
Der Sommer kommt. Da bin ich mir ganz sicher.


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Analog Schreiben

Dir geht es besser als du denkst

25. Januar 2015 By Felise 7 Comments
 
Wenig bloggen, weil ich zu viel mit Leben beschäftigt bin. Reggaemusik hören und manchmal denken, dass man schon den Frühling am Horizont sieht. Die Natur fühlen. Sich gegenseitig Gedichte vorlesen und dann zu dritt im Fotoautomat Bilder machen. In kleinen Bars sitzen, die voller Sticker und Eddinglebensweisheiten sind. Musik fühlen. Tanzen bis die Füße weh tun und das Herz ganz leicht wird.

Dir geht es besser als du denkst.



Bei Valhalla gibt es übrigens einen tollen Fotowettbewerb und Juli sucht noch nach ein paar Models für ihre Bilder! Und nein, ich habe die Lieblingsblogvorstellung nicht vergessen, die kommt auf jeden Fall noch.


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Analog Reisen Schreiben

Mir fehlen die Antworten.

8. November 2014 By Felise 8 Comments
Mir fehlen gerade die Worte, um zu sagen, wie kalt der Herbstwind ist.
Um auszudrücken, warum Laternenlichter spitze Kanten in den Nachthimmel schneiden.
Mir fehlen die Antworten, aber ich versuche die richtigen Fragen zu stellen.
Die Aussage 'Mir geht es gut' kommt mir leicht über die Lippen. Vielleicht weil sie stimmt. Irgendwie.
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Analog Schreiben

Blumen an meinen Füßen.

25. Juli 2014 By Felise 17 Comments
Das war es also. Wir gehen auseinander. Vielleicht nur so halb, vielleicht nicht ganz, aber gerade fühlt es sich so an, als wäre das ein Abschied. Ich mag schon immer Neuanfänge, ich komme nur nicht damit klar, wenn Dinge vorher zu Ende gehen müssen. In meinem Herzhaus pulsieren unterschiedliche Gefühle und es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen. Weil ich irgendwie glücklich bin, weil sich die freien Tage vor mir erstrecken und ich noch nicht weiß, wo ich hingehen werde, wo ich vielleicht stehen bleibe und wo ich einfach die Aussicht genießen kann. Ich habe es in der Hand. Und weil es trotzdem nicht mehr so wird, wie es war, zieht es ganz tief in mir drin. Wie oft haben wir uns gestritten, wie oft waren wir alle genervt voneinander und wie oft habe ich mir gewünscht, dass das zu Ende geht. Worte pochen in meinem Kopf, eine Melodie, die unterschwellig in meinem Ohr vibriert, die all das zusammenfasst:
 Dachten, dieses Tal hört nie mehr auf
Dabei liefen wir die ganze Zeit bergauf
Die Orsons - Wir waren da

Die letzten Wochen habe ich alles in mich aufgesaugt, versucht alles zu spüren, zu leben. Habe versucht nicht das Tal zu sehen, auch nicht den Berg, sondern den Weg und die Blumen an meinen Füßen. Und es funktioniert. Es funktioniert so gut.

Gedanken von mir - jetzt sind hier also auch Ferien und danach komm ich endlich in die Oberstufe. Ich weiß leider noch nicht, wie oft ich bloggen werde - ich habe immer noch analoge Bilder vom Sommer, analoge Bilder vom HipHopOpen und einige halbfertige Posts. Und ich weiß nicht, was für wunderbare Erinnerungen mir die nächsten Wochen geben, ob ich das verblogge, ob ich hier meine Gedanken festhalten werde oder doch lieber in meinem Gedankenwirrwarrbuch. Ich plane nicht so gerne und lebe besonders im Sommer in den Tag hinein, versuche planlos durch das taunasse Gras zu stapfen ohne zu stolpern.
Hier bei Laura gibts übrigens ein super Gewinnspiel!
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Analog La Sardina Schreiben

Und du willst, dass das Leben noch kommt.

28. Juni 2014 By Felise 14 Comments
 
 She said I don't know if I've ever been good enough
I'm a little bit rusty, and I think my head is caving in
Matchbox 20 - Push

Es ist früh morgens. Oder spät nachmittags. Die Uhrzeit ist egal. Du sitzt am Schreibtisch, der genauso unordentlich ist wie das Gedankenchaos in dir drin. Im Radio läuft Push - Matchbox Twenty.
Und du hoffst, dass das Leben noch kommt. Dass es noch vor dir liegt. Du denkst an den Sommer, der sich unberührt vor dir erstreckt. Denkst an nasses Gras unter deinen Füßen und an Konzerte, die dir das Gefühl geben werden, lebendig zu sein. All die wunderbaren Menschen, die du noch kennenlernen wirst. Trotzdem sitzt du hier.
Und du möchtest, dass das Leben noch kommt. Weißt nicht wohin mit deinen Gedanken, mit deinen Händen, die unruhig auf das Holz des Schreibtischs tippen. Mit deinen Füßen, die tanzen und rennen wollen. Du möchtest etwas verändern, magst endlich Frieden in dir drin. Nachts nicht mehr wachliegen und all die Wörter zählen, die du nicht gesagt hast.
Und du willst, dass das Leben noch kommt. Das es schon irgendwann auf dich zukommt und dich an deiner Hand nimmt und dich mitzerrt und du dann all die Sachen machst, die du schon immer irgendwann mal machen wolltest. Spontan sein und die Welt verändern.
Du stehst auf. Weil du weißt, dass das hier das Leben ist. Und weil du dir denkst, dass noch etwas kommt und weil du dir sicher bist, dass das hier doch schon etwas ist, dass das hier als Anfang reicht.
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Analog La Sardina Schreiben

Analoge Bilder und Gedankenwirrwarr

27. Mai 2014 By Felise 6 Comments

Das erste Mal Erdbeeren und Ananas. Musik vom letzten Sommer. Der Horizont war schon immer da, aber ich schwimme in einem anderen Meer. Es ist ok, dass es mir ok geht. Man muss weiteratmen, dann hört die Ebbe irgendwann auf. Ich schaue nicht mehr oft in den Spiegel, schaue lieber aus dem Fenster. Wann habe ich aufgehört Worte aneinanderzureihen? Vielleicht geht es mir zu gut zum Schreiben was schön und traurig und...okay ist. Der Sommer liegt vor mir.
Dieses Gedankenwirrwarr habe ich gerade in einem alten Notizbuch gefunden, ich denke die Worte sind so um Anfang Mai letzten Jahres entstanden. Es ist so merkwürdig für mich das zu lesen, weil nur ein Jahr vergangen ist und sich alles geändert hat und doch vieles gleich geblieben ist.

Und es gibt endlich wieder analoge Bilder von mir - die letzten gab es glaub ich im Dezember. Mein Erfahrungsbericht über die Kamera kommt übrigens auch bald.
Habt einen schönen Tag!


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Schreiben

Wieso staunen wir nicht mehr?

27. April 2014 By Felise 10 Comments

Ich war am Mittwoch auf dem Maeckes Gitarrenkonzert gewesen - falls ihr die Chance habt, ihn noch zu sehen, tut es - es war fantastisch. Und ich hab ein Foto und ein Autogramm auf meiner CD :)
Vorallem bin ich immer noch wahnsinnig inspiriert von seinen Texten. Wieso staunen wir nicht mehr? Genau das habe ich mich nach dem Konzert gefragt. Wieso? Wieso sehen wir alle Sachen als so selbstverständlich an?
Ich habe letzte Woche Kontaktlinsen bekommen und war so fasziniert von der Natur. Meine Brille habe ich eigentlich nur in der Schule getragen, deswegen war ich auch so überrascht wie krass Wolken sind - oder einfach der Himmel an sich.
Ich will wieder mehr staunen. Einfach weil das Leben zu kurz ist, es nicht zu tun.
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