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Rezension: Morgen ist es vorbei

9. Oktober 2016 By Felise 1 Comments
 Wie groß es wirklich war, hast du nicht begriffen, solange es noch da war, wie alle anderen verstehst du die Antworten immer erst, wenn keiner mehr danach fragt

Kurzgeschichten kenne ich fast nur aus dem Deutschunterricht. Seien es Romane, Klassiker oder Gedichtbände - all diese Gattungen sind in meine Bücherregal weit vertreten, doch Kurzgeschichtenbände sind kaum vorhanden. Dies hat sich mit dem Buch "Morgen ist es vorbei" von Kathrin Wessling geändert. Aufmerksam wurde ich auf das Werk jedoch nicht durch diese Tatsache, sondern durch das außergewöhnliche Cover.

Autorin: Kathrin Wessling
Titel: Morgen ist es vorbei
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Preis: 14,99 Euro
Seitenzahl: 205
Meine Bewertung: 4 / 5

In dem Buch "Morgen ist es vorbei" geht es um Menschen die verlassen wurden,  die andere verlassen, um Trennungen und Sex und Alkohol - kurz gesagt um DAS Thema der Literatur: Liebe. Sei es Werther, der sich wegen seiner unerwiderten Liebe zu Lotte umbringt oder Walter aus dem Buch Homo faber von Max Frisch, der eine inzestuöse Liebesbeziehung mit seiner Tochter eingeht; Bücher über die Liebe kennt man viele. Es gibt wohl kein Gefühl über das nicht so viel geschrieben wurde und dennoch schafft es Kathrin Wessling mich mit ihren Worten zu fesseln. Schonungslos ehrlich, an der Grenze zur Provokation erzählt sie Momentaufnahmen. Da ist Leonhard, der für ein Jahr nach Berlin zieht und sich dort zwischen Lucias Beinen und dem Überangebot an Drogen verliert. Oder Eva, die mit dem traurigen Johann eine Nacht vor dem Schwimmbad verbringt, um ihre Trennung für kurze Zeit weniger zu spüren.

Du kannst nicht "nichts" fühlen



      

Vielleicht stellt man sich die Frage, wieso ich für das Buch "Morgen ist es vorbei" von Kathrin Wessling nur 4 von 5 Punkten vergebe. Ich glaube meine Kritik liegt darin, dass ich viele der Kurzgeschichten gelesen habe und währenddessen auch davon berührt war, aber danach nicht viel davon hängen geblieben ist. Ich hab mich zwar in die Worte und die Formulierungen der Autorin verliebt, aber tat mir jetzt bei dem Schreiben der Rezension schwer dabei, noch einmal einzelne Charaktere der Kurzgeschichten zu nennen.

Dennoch gibt es von mir eine klare Empfehlung für das Buch - besonders für Leser*innen, die sich für das Genre der Kurzgeschichten interessieren und Lust auf eine ehrliche Sprache haben.
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Als ich fertig mit dem Buch war, musste ich erstmal (traurige) Liebeslieder hören - einfach weil es so passend war. Habt ihr da irgendwelche Lieblingssongs?
Wenn du noch mehr Rezensionen / Buchvorstellungen von mir lesen möchtest, dann schau doch mal bei Dann denkt mit dem Herzen oder bei Die Nackten vorbei!
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7 things on the internet

7 things on the Internet // AfD, Neues Design ...

6. September 2016 By Felise 6 Comments
Heute möchte ich euch eine neue Postreihe vorstellen. Sie trägt den tollen Titel (Alliteration!): 
7 things on the Internet 
Der Name ist relativ selbsterklärend, da ich in diesen Posts gerne jedes Mal sieben Dinge aus dem Internet vorstellen möchte. Das können Blogposts beziehungsweise Blogs, andere Artikel, aber auch neue Lieder, die ich entdeckt habe, sein. 

    
1. Wahrscheinlich ist es euch schon aufgefallen: Ich habe endlich ein neues Design. Das Vorherige könnt ihr noch einmal oben in dem Screenshot bewundern. Grund für die Änderung ist, dass ich aus dem alten Design rausgewachsen bin und richtig Lust auf etwas Neues hatte.

                       
2. Meine beste Freundin hat mich auf das Video aufmerksam gemacht. Jennifer Rostock find ich spätestens seit ich sie dieses Jahr live auf dem Rocco del Schlacko gesehen habe mega und dieses Video verstärkt den Eindruck nur noch.

3. Auf dieser Seite kann man Ziegen, Nahrungspakete und Schulbücher für Menschen in Not kaufen. Finde ich auf jeden Fall sinnvoll und eine super gute Idee gerade für Leute, die gerne konkret wissen möchten, was mit ihrem gespendeten Geld passiert.


                          
4. "It's about how poor black boys are treated as problems well before we are treated as people"

5. Blogartikel die ich gerne gelesen habe: Seriously ashamed // Ein Augenblick Freiheit

6. Einer meiner liebsten Tumblr-Blogs.

7. Die Aktion Buchtutgut an die man Bücher spenden kann und deren Erlös an coole Projekte geht.


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Was ist denn eure Meinung zu dem neuen Design und der neuen Blogreihe? Lasst mir gerne Feedback da!



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Bücher

Rezension: Dann denkt mit dem Herzen

25. August 2016 By Felise 4 Comments


Die Stimme der Unvernunft zu Wort kommen [...] lassen, die Stimme des Herzens, damit diese nicht für immer verloren geht.

Konstantin Wecker ist ein Liedermacher, dessen Namen ich schon scheinbar immer kenne. Sei es als Kind durch meine Mutter oder in den letzten ein, zwei Jahren durch seine kritischen Facebookposts, die von Menschen aus meiner Kontaktliste fleißig geteilt und geliket werden: Konstantin Wecker war mir bekannt. Eins jedoch habe ich erst neulich entdeckt: Dass der Sänger auch Autor ist.


  • Autor: Konstantin Wecker
  • Titel: Dann denkt mit dem Herzen - Ein Aufschrei in der Debatte um Flüchtlinge
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus
  • Preis: 10 Euro
  • Seitenzahl: 144 Seiten
  • Meine Bewertung: 3,5 / 5
In dem Buch "Dann denkt mit dem Herzen - Ein Aufschrei in der Debatte um Flüchtlinge" werden Konstantin Weckers Texte, die er vor allem auf Facebook, aber auch auf seiner Webseite veröffentlichte, gesammelt und mit jeweils einer kurzen Einleitung von dem Chefredakteur Roland Rottenfußer präsentiert. Die Texte sind vorwiegend chronologisch geordnet und umspannen den Zeitraum vom Juli 2014 bis Januar 2016. Einige Texte kannte ich bereits, viele waren aber auch mir neu.
Die Texte, die mir bekannt waren, hatte ich immer direkt gelesen, wenn sie Konstantin Wecker auf seiner Facebookseite veröffentlicht hatte. Jetzt, fast ein ganzes Jahr später und mit dem Wissen, wie sich die Asylpolitik weiter entwickelt hat, fühlt es sich merkwürdig an, diese Posts erneut zu lesen. Durch das Buch wird einem als Leser aufs Neue bewusst, wie viel gerade in dem Jahr 2015 passiert ist. Konstantin Wecker nimmt Stellung; sei es zu dem Anschlag auf die Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ am 7. Januar 2015, PEGIDA oder zu dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Die meisten Kommentare beziehen sich aber auf die „Flüchtlingskrise“. So schreibt er in einem seiner neusten Lieder: „Ich hab einen Traum, wir öffnen die Grenzen und lassen alle herein.“ Auf dieses Lied nimmt er auch in seinem Buch Bezug:

Ja, ich werde nicht aufhören, diesen Traum zu träumen [...] bis ihn immer mehr Menschen träumen, bis die EU legale Einreisewege schafft [...] und Menschen, die so unsagbar Schrecklliches erdulden mussten, liebevoll umsorgt.


                  
Was mich persönlich an dem Buch "Dann denkt mit dem Herzen - Ein Aufschrei in der Debatte um Flüchtlinge", trotz aller positiver Punkte, sehr gestört hat ist, dass der Liedermacher manchmal in Phrasen abdriftet. Irgendwann meint man verstanden zu haben, dass ihm Emotionen wichtiger erscheinen, als "Vernunft", dass man auf sein Herz hören soll. Dies ist durchaus verständlich, scheint mir jedoch in vielen Situationen nicht zielführend. So ist es zum Beispiel in Diskussionen mit Andersdenkenden viel effektiver, fundiertes Wissen anzubringen anstatt an das "Herz" des Gegenübers zu appellieren. Auch fand ich seinen Vorwurf an den Politikern im Allgemeinen einige Male unangebracht und nicht differenziert genug. Hier hätte ich mir mehr klare Worte und sachlichere Kritik gewünscht.


Konstantin Wecker ist ein Komponist und Liedermacher, der sich schon sein Leben lang für Antifaschismus und Pazifismus engagiert. Es ist mutig, dass er Position bezieht in Zeiten in denen viele (insbesondere auch Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen) lieber "positionslos" bleiben.

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Ich hab in letzter Zeit, auch im Zuge meiner Besonderen Lernleistung für die Schule, viele (Fach)Bücher über das angesprochene Thema gelesen und würde darüber vielleicht gerne mal einen Post schreiben, der einige dieser Bücher vorstellt. Hast du denn Interesse an mehr Posts über Geflüchtete / Politik im Allgemeinen? Dann schreib mir das gerne mal in die Kommentare.
Wenn du noch mehr Rezensionen / Buchvorstellungen von mir lesen möchtest, dann schau doch mal bei Die Nackten oder bei Ein Gedicht von mir vorbei!
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alles dreht sich ganz schnell.

25. Juli 2016 By Felise 7 Comments
 
2015 / bank in hamburg 
 
Mal wieder versuchen eineinhalb Monate in einen Text unterzubringen. Da ist der Sommer, der sich immer wieder ganz neu anfühlt. Alles dreht sich ganz schnell. Nicht nur, wenn ich nachts mit Freunden auf Drehscheiben sitze und picknicke. Sondern alles. Besonders in mir drin. Kleine Bemerkungen und Umarmungen. Unbedingt Fotos machen wollen, um den Moment festzuhalten. Ein bisschen Unsicherheit, die gut tut. Essen gehen. Einen Film für Kunst drehen. Geburtstagspartys. Große Häuser und Treppenlifte. Boyband-Tänze. Irgendwo einfach einschlafen. Sich immer wieder bewusst machen, was für tolle Menschen man kennt und kennenlernen darf. Irie Révoltes (mal wieder) live sehen und sich zu Hause fühlen. "Darf ich auch noch was hinzufügen?" - (aufgrunddessen) 15 Punkte auf die BLL bekommen. Eloquent genannt werden. Die letzten Bundesjugendspiele. Schwimmbadbesuche. Grillen, wenn es dunkel wird. Lola rennt schauen. Glühwürmchen sehen. Nachts verstecken spielen. Im Auto schlafen. Abschlussfahrt in Rom. Erkältet sein. Projektwoche. Und dann sogar mal, zwischen zwei Atemzügen, zufrieden sein. Das letzte Mal einen letzten Schultag vor den Sommerferien haben (Ich erinner mich noch so gut an den Post hier). Auf dem UrbanArtFestival u.a. Megaloh, Motrip und KIZ sehen. Farbgefühlfestival. Anrufe um halb fünf morgens, die sich fast normal anfühlen. Zusammen kochen. Das erste Mal Pokern und nicht so schlecht sein. Vorfreude auf so Vieles.
Ich bin so dankbar, dass ich so viel erleben darf. Und danke, dass ihr das hier lest, auch wenn ich mich so selten melde.
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Analog Persönliches

ich weiß, dass es gut wird.

5. Juni 2016 By Felise 6 Comments
Es sind andere Leute, die dieses Jahr Abi machen. Nicht ich. Aber trotzdem ist es komisch. Beim Abiball helfen und wissen, dass nächstes Jahr ich an der Reihe bin. Ich hab unzählige 'Kaffedates' mit meinen Freunden. Führe Gespräche über die Zukunft und das Jetzt. Fahre mit Freunden auf ein Konzert von Waving the Guns und fühle mich in kleinen Hinterhöfen geborgen. Verliere immer beim Tischkicker, aber es fühlt sich überhaupt nicht schlecht an. Ich lern Leute aus meiner Stufe ganz neu kennen. Tanze. Sitze das erste Mal für dieses Jahr nachts (endlich mal wieder) draußen und es fühlt sich fast an wie Sommer. Gebe endlich meine BLL ab. Finde heraus, dass es sich lohnt, Zeit zu investieren und dass man auch auf sich selbst stolz sein darf. Ich reduziere immer mehr meinen Besitz. Verschenke Fotobücher, Blumensträuße und selbstgeschriebene Texte. Schwimme in einem See im Steinbruch, auch wenn es wahnsinnig kalt ist. Denke mal nicht darüber nach, was andere denken, sondern genieße es nur am Leben zu sein. Freunde werden 'erwachsen' und wir bleiben trotzdem für immer Kind. Machen Fahrradtouren und betrachten Rehe. Schlafen mit zu vielen Leuten an Pfingsten bei strömendem Regen auf irgendwelchen Sofas. Tanzen mal wieder. Komme morgens um sechs heim und steh schon wieder um zehn auf. Ich darf meine Gedichte bei einer Lesung präsentieren und weiß immer mehr, dass ich genau das hier will.
Es sind noch ein paar Wochen bis zu den Sommerferien. Die letzten Sommerferien. Und ich weiß nicht, was ich machen werde, aber ich weiß, dass es gut wird.

mein letzter post ist ende februar entstanden. ich bin kein fan davon, sich rechtzufertigen, wieso man so selten dinge ins internet stellt, aber das hier hat mir echt ein bisschen gefehlt. deswegen ist das dort oben auch ein grober rückblick, was ich in den letzten monaten so getrieben habe
geht es euch denn gut? kennt man mich noch?// falls ihr öfter mal was von mir sehen wollt: auf instagram bin ich relativ aktiv. // und schaut mal bei dem youtubekanal von hannah vorbei ♥
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