Festivalgelände / Orsons / Noch einmal Orsons / Prinz Pi / Edgar Wasser / Afrob / Casper
Verwackelte, unscharfe Bilder mit einer Einwegkamera gemacht - kratzige Erinnerungen an einen Tag lebendig sein. Ich habe lange überlegt wie ich es schaffe, diesen Tag und das Gefühl, am richtigen Ort zu sein, einzufangen.
Erst Angel Haze, diese wunderbare, starke Frau, die einfach durch das Publikum läuft und uns alle mit ihrer unglaublichen Energie ansteckt. Die Orsons, die beste Band der Welt, zum zweiten Mal live sehen. Dieses Ziehen im Bauch bekommen, weil mir gerade klar wird, dass diese vier Menschen dort oben echt sind und genauso Menschen sind wie du und ich und ich die Möglichkeit habe, das hier zu fühlen. Jedes Lied mitsingen können, jede Zeile in meinem Mund brennen spüren. Über den staubigen Platz laufen, fettige Pizza essen, weil es heute egal ist. Immer wieder nette Menschen, die man nicht kennt und denen man sich trotzdem nahe fühlt.
Genetikk. Dilated People. Und dann Prinz Pi. Der live nicht perfekt ist und trotzdem, vielleicht deswegen, mein Herzhaus durcheinanderbringt. Spüren wie ich ein bisschen Seele und aufgestaute Gefühlskotze aus mir herausschreie. Alles um mich herum vergessen, da ist nur noch Musik und ich und Musik. Edgar Wasser, der diese unglaubliche Bühnenpräsenz hat. Kid Ink. Afrob und totale Eskalation als Samy zu ihm auf die Bühne kommt. Immer wieder der Gedanke im Kopf:
"Das ist Leben." Nas. Haftbefehl. Und Casper als Abschluss, der mir klar macht, dass "den Liedern, die man liebt, immer Friede inne liegt." Alle Wörter schon kennen, sie aber diesmal erst verstehen. Zeilen hören, die einen durch den Herbst und durch den Winter gebracht haben. Tanzen. Dabei sein.